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AVISPED-Inhaber wegen Betrugs verurteilt  Die Geschäftsräume in Seevetal: Gingen hier die meisten Beweise in Flammen auf? Eine 10-jährige Gaunertour mit wahrscheinlich Hunderten geprellter Unternehmer ist vorläufig zu Ende: Hans Joachim L. und seine Tochter Carmen H. wurden wegen Betrugs zulasten ihrer Frachtführer im Oktober rechtskräftig vom Amtsgericht Winsen verurteilt. Neue Hoffnung für die Opfer. Camion Pro e. V. organisiert eine Klagegemeinschaft und will zusammen mit den Opfern die Täter auf Schadensersatz verklagen.
Das Gericht zog für das Verfahren, exemplarisch für die Großzahl der jahrelang Geschädigten, acht Fälle heran, die nun zur Verurteilung führten. Die Täter suchten sich ihre Opfer mittels Inseraten in Fachzeitungen. So inserierten diese über Jahre in fast jeder großen Ausgabe der Verkehrsrundschau. Dabei wurden ständig wechselnde Firmen wie zum Beispiel AVISPED, AVISPED OST - Aktual Distributions AG, OST LEAS Deutschland GmbH & Co. KG und diverse GmbHs und Co. der Gesellschaften benutzt, die zum Teil auch von Briefkastenfirmen aus Spanien oder München betrieben wurden. Sogar die vertraueserweckende Gesellschaftsform einer Aktiengesellschaft (Aktual Distributions AG, München ) wurde für die Zwecke benutzt. Die Zahl der Geschädigten dürfte sich im Lauf der vielen Jahre weit im dreistelligen Bereich bewegen.
Verbrechen lohnt sich doch! Bewährungsstrafe für die Täter.
 Die Geschäftsräume in Seevetal: Gingen hier die meisten Beweise in Flammen auf? Camion Pro e. V. war den "Unternehmungen" des Herrn L. schon seit 2002 auf der Spur und veröffentlichte auf der Webseite www.Camionpro.de und in der AUWEI-Zeitung Warnungen für die Branchenteilnehmer und stellte Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft. Diverse Anschreiben an die Anzeigenabteilung eines großen Verlages, mit präzisen Warnungen blieben ohne Wirkung. L. und seine Tochter versuchte damals, Camion Pro e. V. nicht nur mit einer Prozessflut, die beim Berufsverband ca. 30.000,- € Kosten verursachte, mundtot zu machen, sondern griff auch, wie sich später noch herausstellen sollte, zu wesentlich härteren Mitteln.
Besonders auffällig war schon damals die kriminelle Energie und hohe Professionalität, mit der die Täter ihre "Geschäfte" betrieben hatten. Zum Netzwerk "der Seevetaler", das schon deutliche Züge der organisierten Kriminalität aufweist, gehörten neben einigen Mitarbeitern, die teilweise auch von Spanien aus operierten, diverse Berater für "Unternehmensbestattungen" sowie ein Hamburger Rechtsanwalt, der über Jahre hinweg die kriminellen Aktivitäten juristisch begleitete. Wie weit die "Begleitung" ging, konnte Camion-pro-Vorstand Andreas Mossyrsch selber erfahren. Der "Rechtsanwalt" G. aus Hamburg beauftragte eine Detektei, Andreas Mossyrsch zu observieren. Camion Pro e. V. ist auf Wegen, zu denen hier verständlicherweise nicht weiter eingegangen werden kann, an eines der Observationsprotokolle gelangt. Peinlich für den Herrn Anwalt, dass der Bericht des Detektivs nicht nur an die Kanzlei des Anwalts adressiert ist, sondern sogar dessen Eingangsstempel trägt! Besonders bedenklich ist, dass der Gegenstand der Observation nicht die Verbandsräume, sondern das private Umfeld und Privathaus und die Familie des Vorstands waren! Dass hier kriminelle Aktionen geplant waren, ist wahrscheinlich, lässt sich aber natürlich nicht mit letzter Sicherheit beweisen. Zufall oder nicht, im gleichen Zeitraum gingen mehrere anonyme Morddrohungen bei Camion Pro e. V. ein ("Trucker" berichtete), und in einem Internetforum wurde anonym ein Kopfgeld auf den Chef des Berufsverbands ausgesetzt. Die Ermittlungen der Kripo blieben hier erwartungsgemäß erfolglos.
2006 AVISPED "abgefackelt"!
2006 liefen endlich die kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen das Duo aus Seevetal schleppend an. In Seevetal war man gut vorbereitet, viele Beweise und Geschäftsunterlagen, so fanden die Ermittler später heraus, verschwanden schon zuvor bei den Firmenumzügen nach Spanien bzw. konnten bei den Briefkastenfirmen nicht mehr sichergestellt werden.  Die Geschäftsräume in Seevetal: Gingen hier die meisten Beweise in Flammen auf? Welche möglichen Beweise eines Nachts, als das Geschäftsgebäude der Täter in Seevetal in Flamen aufging, vernichtet wurden, lässt sich nur vermuten. Nach Erkenntnissen von Camion Pro e. V. handelte es sich um
Brandstiftung. Ob die Geschäftsinhaber selbst das Feuer gelegt haben, um Beweismaterial zu vernichten, oder ein betrogener Frachtführer, bleibt wohl für immer offen. Geschadet hat den Beschuldigten das Feuer wohl nicht, was am Ende vor Gericht verhandelt wurde, war nicht mal die Spitze des Eisbergs. Das Urteil "neun Monate Haft auf Bewährung" ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer und lässt keinen Zweifel aufkommen: Verbrechen lohnt sich doch!
Den Opfern bleibt ein Trost: Durch das Urteil ist bewiesen, dass die Geschäfte der Täter kriminell waren. Laut Gesetz haben die Opfer nun drei Jahre Zeit, um gegen die Täter auf Schadensersatz zu klagen. Die Klagen dürften nach der Verurteilung gute Aussichten haben, aber die Wahrscheinlichkeit, das Geld tatsächlich sicherzustellen, ist gering.
Geschädigte wenden sich bitte an Camion Pro e. V. |
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