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Deutschlands Transportunternehmen sind bereit zum Protest  Camion Pro befürchtet das Aus für viele kleine Unternehmer. dpa. Hannover. Deutschen Transporteuren droht eine massive Pleitewelle aufgrund stark erhöhter Unkosten für Dieseltreibstoff und der Pläne, die LKW-Maut zu erhöhen. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen hat deshalb durchgreifende Protestaktionen in Aussicht gestellt. Bernward Franzky, dessen Hauptgeschäftsführer, sagte: „Die Unternehmen und die Beschäftigten sind bereit, auf die Barrikaden zu gehen“. Der Verband ruft jedoch nicht zu einem Streik auf, sondern plant statt dessen Demonstrationen und andere öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, welche Versorgungsengpässe beispielsweise in Supermärkten nach sich ziehen könnten. Der Hauptgeschäftsführer führt weiter aus, daß allein in Niedersachsen bis zu 5000 Arbeitsplätze bedroht sind und betont, daß die Dieselpreisbelastung für die Fuhrunternehmen katastrophal sei. Die Mehrbelastung belaufe sich auf 12.000.- EUR pro Jahr und Lastwagen. Die meisten Unternehmen können das nicht kompensieren und sind in die Miesen gerutscht. Zusätzlich muß die geplante Erhöhung der LKW-Maut von durchschnittlich 13,5 auf 16,3 Cent je Kilometer verkraftet werden. Dies führt zu einer weiteren Mehrbelastung von 9500.- EUR pro LKW. Deshalb müsse die Anhebung der LKW-Maut verhindert werden.
Wegen der Mehrbelastung droht 300 niedersächsischen Speditionen das Aus, bundesweit ca. 3000. Damit gingen 4 Mal so viele Unternehmen in die Insolvenz wie im Jahr 2007. Franzky führt weiter aus, daß die Speditionen große Schwierigkeiten haben, die Mehrbelastungen an ihre Kunden weiterzuleiten.
Der Anteil der Kunden, die die Transportpreise flexibilisiert und damit an die Preisentwicklung angepaßt haben, sei gering. Wenn der Dieselpreis weitergegeben wird, muß letztlich der Endverbraucher die höheren Transportkosten tragen.
Am 19. Juli sollen im gesamten Bundesgebiet Protestfahrten stattfinden. "Thüringer Spediteure haben eine Sternfahrt zum Autohof Berg und zwei weitere in der Region Stuttgart und Hamburg“ organisiert, sagte Rudolf Stör, Lkw-Fahrer aus Chemnitz und Initiator der Protestfahrten. "Wir haben das von der Straße aus organisiert und wollen, dass möglichst viele Leute von der Straße mitmachen," so Stör weiter.
Die Sternfahrt zum Autohof Berg erfolgt in vier Gruppen. Die Gruppen starten aus Chemnitz über die A72 und A9, aus Leipzig über die A9, aus Nürnberg (A9) und aus Regensburg (A93). Geplante Ankunft am Autohof Berg ist zwischen 10.30 und 11 Uhr.
Die Veranstalter erwarten bereits 250 bis 300 Lkw-Fahrer. Die nötigen Genehmigungen seien eingeholt und die Polizei werde die 60 Stundenkilometer schnellen Protestfahrten begleiten.
Der Kampfwille des Transportgewerbes steigt an. Zwar werde es keine Aufrufe zu illegalen Aktionen wie dem Blockieren von Autobahnen geben. Aber es sollen andere wirksame Mittel gefunden werden wie z.B. Demonstrationen. In Spanien gab es einen Streik der LKW-Fahrer gegen hohe Treibstoffkosten. Camion Pro unterstützt diese Aktion. |
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