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Desolate Straßen gefährden deutschen Standortvorteil!  Desolate Straßen gefährden deutschen Standortvorteil! Berlin, 20. Oktober 2008- Das deutsches Verkehrsforum bemängelt beim "Bremer Unternehmergespräch" die Straßenverhältnisse und die Verkehrs-Infastrukturpolitik in Deutschland.
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender des Präsidiums des Deutschen Verkehrsforums, wörtlich: "Transport und Logistik brauchen eine solide Verkehrsinfrastruktur!. Vor rund 350 Unternehmern warnte Müller, dass Deutschland seinen Standortvorteil riskiere, falls der Bund nicht mehr Geld in die Verkehrswege investiert.
Müller weiter: "Der Exportweltmeister Deutschland braucht eine funktionierende Logistik, die wiederum in hohem Maße von funktionierenden Verkehrswegen abhängt. Wir können unsere herausragende Position auf dem Weltmarkt und im Logistiksektor nur verteidigen, wenn die Qualität unserer Straßen, Seehäfen, Binnenwasserstraßen, Schienenwege und Flughäfen mit den wachsenden Anforderungen Schritt hält. Die Kapazität der Verkehrsinfrastruktur reicht schon heute an vielen Stellen nicht mehr aus. Und Prognosen zeigen, dass von 2007 bis 2020 die Verkehrsleistung im Güterfernverkehr um weitere 40 Prozent zunehmen wird." Im Folgenden referierte Müller: "Der Infrastrukturbedarf liegt auf der Hand:
Wenn ein Großcontainerschiff seine 10.000 Standardcontainer ablädt, bedeutet das aneinandergereiht einen LKW-Konvoi von rund 60 km Länge – aus Containern von einem Schiff. Alleine aus China wurden 2007 rund 158.000 Tonnen Luftfracht eingeflogen. Das entspricht einer Menge von 1.500 der momentan verfügbaren größten Frachtflugzeuge. In die USA wurden im gleichen Zeitraum 343.000 Tonnen aus Deutschland ausgeflogen – rund 3.300 solcher Frachtflugzeuge.
Auf das kommunale Straßennetz kommen zwischen 2006 und 2020 Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen von rund 161,6 Milliarden Euro zu." Immer mehr Staus blockieren den Logistikstandort Deutschland und führen damit zu hohen volkswirtschaftlichen Schäden und zu erhöhter Umweltbelastung. Im Jahr 2009 gibt der Bund zwar erstmals zehn Milliarden Euro für die Verkehrsinfrastruktur aus. "Dennoch fehlen mindestens zwei Milliarden jährlich. Das hat die Bundesregierung schon im Jahr 2000 in ihrer eigenen Studie der sogenannten Pällmann-Kommission herausgefunden. Berücksichtigt man die jahrelange Vernachlässigung und die Preissteigerung im Verkehrswegebau – rund 15 Prozent seit 2000 – ist der Fehlbetrag noch höher", so Müller. |